JES Nordrhein-Westfalen e.V.

Initiative der Deutschen Aids-Hilfe zur heroingestützten Behandlung

30.04.2007

Mit dem 2002 initiierten Modellprojekt zur heroingestützten Behandlung Opiatabhängiger galt es zu prüfen ob mit der medizinischen Verordnung von pharmakologisch reinem Heroin in einem kontrollierten Behandlunqssetting für bestimmte Gruppen von Heroinkonsumenten Ziele eher erreicht würden, die sonst mit Standardbehandlungen der Suchttherapien verknüpft sind.

Die veröffentlichten Studienergebnisse sprechen eine eindeutige Sprache und belegen das die heroingestützte Behandlung vielfältige positive Effekte bewirkt:

Die Studie zeigt aut das die Heroinbehandlung langfristig eine äußerst erfolgreiche Behandlungsmöglichkeit der Heroinabhängigkeit ist.

Die Postkartenkampagne der DAH

Trotz dieser überaus positiven Studienergebnisse und der einheiflichen Bewertung der Wissenschaft, der Fachverbände der AIDS- und Drogenarbeit, der Wohlfahrtsverbände, des Städtetages, aller im Bundestag vertretenen Parteien (mit Ausnahme von Teilen der CDU/CSU) sowie der Kirchen steht eine gesetzliche Regelung noch aus.

Mit dieser Aktion soll deutlich werden, dass es eine große Anzahl von Bürgerinnen und Bürgern gibt die den Nutzen dieses Medikaments erkennen, (langjährig) Heroin konsumierenden eine Behandlungsoption eröffnen möchten und eine gesetzliche Grundlage für die heroingestützte Behandlung fordern.

Uns ist wichtig darauf aufmerksam zu machen, dass es sich bei den abgebildeten Aussprüchen um Originalzitate von Drogengebraucherinnen handelt die derzeit mit Heroin behandelt werden. Auch die Angaben der Vornamen und Orte sind real. Lediglich bei der Abbildung der Personen haben wir auf Modelle zurückgegriffen.

Die einzelnen Motive zum Download: