Nationaler Gedenktag für verstorbene Drogenabhängige am 21. Juli
Am 21. Juli 1998 wurde an der Gedenkstätte für verstorbene Drogenabhängige in Gladbeck zum ersten Mal der vom Landesverband der Eltern und Angehörigen für humane und akzeptierende Drogenarbeit NRW e.V. ausgerufene Gedenktag abgehalten. Diesem Aufruf schloss sich unser Bundesverband sowie auch der Länderverband Schleswig-Holstein/Hamburg an.
Der 21. Juli bot sich uns förmlich an, denn an diesem Tag
verstarb Ingo Marten 1994 auf bisher immer noch ungeklärte
Weise.
Ingo wurde, ebenso wie viele tausend andere Kinder,
Angehörige und Freunde Opfer einer repressiven Drogenpolitik.
Der Mutter von Ingo gelang es mit einem beispiellosen Einsatz und
unter der Mithilfe der Stadt Gladbeck eine Gedenkstätte zu
schaffen, die ihresgleichen in Deutschland sucht. Der
Gedenkstätte in Gladbeck folgten nun in den nächsten
Jahren weitere Orte der Erinnerung und Mahnung in Deutschland.
Der 21. Juli soll jedoch nicht nur ein Tag des Gedenkens sein, sondern auch ein Tag der Aktionen und des Protestes.
Wie schon in den vergangenen Jahren wird aber vor Ort über das Wie und Wo der Ausrichtung des 21. Juli entschieden. Die Veranstaltung des Bundesverbandes findet wie auch in den Vorjahren in Wuppertal statt.
Schickt uns eure Vorschläge zur Gestaltung dieses Gedenk - und Aktionstages!
Bundesverband der Eltern und Angehörigen
für akzeptierende Drogenarbeit e.V.
c/o Jürgen Heimchen
Ravensberger Str. 44
42117 Wuppertal
Tel. 0202 - 423519, Fax: 0202 - 428577
info@akzeptierende-eltern.de

Protest-, Aktions- und Trauertag
Vorschläge für die Gestaltung des Aktionstages:
- Die Aktion kann in Form einer Mahnwache durchgeführt werden
- Verteilung eines Flugblattes mit örtlichem Bezug (wenn möglich zusammen mit einer weissen Rose)
- Schweigemarsch durch die Innenstadt (nur bei grosser Beteiligung sinnvoll)
- Eine Pressekonferenz für die örtlichen Medien (sollte auf jeden Fall stattfinden), frühzeitige Verständigung der Medien!
- Bündnispartner mit einbinden (Drogenberatungen, Kirchen, AIDS-Hilfen usw.)
- Aufstellen von Teelichtern - Anzahl der Verstorbenen in eurer Stadt ( z. B. der letzten Jahre)
- Luftballons (mit den Namen der Verstorbenen) aufsteigen lassen
- Kreuze oder Särge auf grossen, weissen, Tüchern malen
- Kranz/Blumen Niederlegung, wenn Gedenkstätte vorhanden
- Kommunal-, Landes und Bundespolitiker eurer Stadt einladen
- Lokalfernsehsender frühzeitig informieren
- Frühzeitige Anmeldung beim Ordnungsamt nicht vergessen!
- Aufbau eines fiktiven Druckraumes/ Spritzentauschaktion
- Infostand über eure Aktivitäten (ggf. mit Videoclips)
- örtliche Musikgruppe einladen (Protestsongs)
- Selbst gefertigte T-Shirts oder Buttons mit unseren Forderungen
- Die Kirchen sollten ggf. für fünf Minuten die Glocken läuten (Kontakte mit euren zuständigen Gemeindepfarrern aufnehmen)
Die Namen der Verstorbenen des letzten Jahres - in welcher Form auch immer - öffentlich machen (auf Betttüchern oder T-Shirts, ggf. nur die Vornamen): unsere Kinder und Freunde dürfen nicht mehr namenlos sterben. Teilt uns Eure Ideen mit!
Der Bundesvorstand wird am 21. Juli zu einem Bundespressegespräch direkt auf der Platte nach Wuppertal einladen und anschliessend eine Aktion auch in Wuppertal durchführen. Doch denkt daran: eure örtlichen Pressegespräche sind genau so wichtig!
Die jeweilige örtliche Gestaltung bleibt jedoch allen Gruppen selbst überlassen und richtet sich nach den personellen und finanziellen Möglichkeiten.
Bundesverband der Eltern und Angehörigen
für akzeptierende Drogenarbeit e.V.
c/o Jürgen Heimchen,
Ravensbergerstr. 44,
42117 Wuppertal
Tel. 0202 - 423519 , Fax : 0202 - 428577
akzeptierende.eltern@t-online.de
Text: akzeptierende Eltern
gesammelte Fotos der Veranstaltungen von 1998 - 2009
ansehen
Impressum
Verantwortlich für diese Publikation zeichnetder Verein JES Bielefeld e. V.
c/o AIDS-Hilfe Bielefeld
Ehlentruper Weg 45
33604 Bielefeld
Telefon: (Aids-Hilfe) +49 (0)521 -13 33 88
Fax: (Aids-Hilfe) +49 (0)521 - 13 33 69
Direktruf: +49 (0)521 - 39 88 666
www.jesbielefeld.de